Mittwoch, 27. April 2005

Kaffeezubereitung

Kaffeemaschinen und die Art der Kaffeezubereitung können heute unterschiedlicher nicht sein. Filterkaffee, früher der Standard in allen deutschen Haushalten ist immer mehr auf dem Rückzug. Jedenfalls wenn ich mich in meinem Bekanntenkreis umsehe.

Aber was kommt nach Filterkaffee? Im Moment sehe ich zwei Trends: Zum einen die Zubereitung als Espresso bzw. noch beliebter als Cappuccino Italiano(mit Milch) oder Latte Macchiato über einen Vollautomaten und zum anderen die immer beliebteren Systeme verschiedener Hersteller über
Pads oder Kapseln. Letztere Art ist zwar simpel, aber wer einmal die Kapsel-Abfall von zwei Wochen aufgehoben hat und sich dann den Abfallberg anschaut, dem vergeht diese Umweltsünde hoffentlich recht bald. Bei den Vollautomaten erreicht man im Normalfall mindestens die gleiche Qualität bei wesentlich weniger Abfall und geringerem Preis für den Kaffee. Nachteil ist natürlich, dass die Anschaffungskosten meist höher liegen und es mehr Mühe macht den Vollautomaten zu pflegen und zu
reinigen. Letzteres sollte man unbedingt regelmäßig machen, da ein mit Kaffeeöl zugesetzter oder verkalkter Vollautomat niemals gut schmeckenden Kaffee produziert, sondern nur noch eine laue Brühe.



Die simpelste Variante und für mich die kostengünstigste Alternative bei gleichzeitig besserem Kaffee ist die Verwendung eines Siebträgers. Wir haben durchaus gute Erfahrungen mit einem Siebträger für rund 60 Euro von einem großen Discounter und einer dazugestellten Kaffeemühle gemacht. Erstaunlich war die unglaubliche Qualitätsverbesserung als wir dazu übergingen den Kaffee in der eigenen Mühle unmittelbar vor Verwendung selbst zu mahlen. Einmal den richtigen Mahlgrad für den Kaffee gefunden, war der Espresso mit schöner Crema durchaus mit einem wesentlich teureren Vollautomaten vergleichbar bzw. besser. Wichtig ist dabei, den Kaffee dabei schön fein zu mahlen und richtig tampern (andrücken). Dabei ist es gut richtig fest zu drücken. Ein wichtiges Kriterium ob Mahlgrad und Anpressdruck stimmen ist das sehr langsame Rauslaufen des Kaffees (bis zu 20 Sekunden für eine Espressotasse) und natürlich die Crema.

Siebträger gibt es übrigens auch kostengünstig bei ebay. Da sollte man aber darauf achten eine Maschine mit Pumpe zu ersteigern. Die oft angebotenen Maschinen ohne Pumpe taugen nichts!



Ich finde eine Pad-Maschine lohnt sich nach dieser Erfahrung wirklich nicht.

Dienstag, 26. April 2005

Kochen in Österreich

Endlich wieder Zeit gemütlich selbst zu kochen. Nach einem ausgiebigen Einkaufsbummel über den "Hamburger Fischmarkt" in Ybbs, einem kleinen Städtchen an der Donau hatten wir abends Gäste und wollten etwas leckeres zaubern. Auf dem Fischmarkt haben wir ein schönes Heilbutt-Filet und ein paar Krebsschwänze in Honig-Senf-Sosse besorgt. Einem Set aus Küchenhobel, Kräuterrolle und Kartoffelschäler der auch für Linkshänder geeignet ist, konnten wir ebenfalls nicht widerstehen. Das Set aus Edelstahl hat sich dann abends beim Kochen auch bewährt. Der Fischmarkt war sonst wenig spektakulär und eher dünn besucht.
Gleich drauf haben wir noch im Garten frischen Bärlauch geerntet. Bewaffnet mit diesen frischen Zutaten und den Ergebnissen unseres morgendlichen Einkaufsbummels in Amstetten machten wir uns dann doch relativ spät ans Kochen.

Wegen der späten Stunde blieb es dann bei einem umfangreicheren Hauptgericht, ohne Vorspeise oder opulenten Nachtisch. Es gab also gestapelten Fisch mit Kräutern und Gemüse gedünstet und dazu ein paar leckere, grüne Bandnudeln mit einer Shitake-Sahnesoße.

Hier mal das genaue Rezept für vier Personen:

800g Heilbuttfilet
250g Lachsfilet
100g Krebsschwänze in Honig-Senfsauce
1 Bündel Bärlauch
gemischte Kräuter (tiefgefroren oder frisch)
1 Karotte
1/2 gelbe Paprika und 1/2 grüne Paprika

Das Hailbuttfilet in 8 möglichst gleichmäßige und dünne Stücke teilen. Den Lachs in 4 gleichmäßige Scheiben schneiden. Vom Bärlauch die besten und schönsten Blätter beiseite legen (24 Stck reichen), den Rest zusammen mit den frischen Kräutern fein hacken. Die Karotte und den Paprika fein schneiden und würfeln.
Vier Stücke Alufolie auf die Arbeitsplatte legen und darauf die vier größten Stücke Heilbutt legen. Unter den Heilbutt jeweils die Bärlauchblätter geben, so dass die Blätter den Heilbutt ganz umschließen. Den Heilbutt leicht salzen und pfeffern. Dann einen Teil der Kräuter auf den Fisch streichen, mit den Flußkrebsschwänzen belegen und den Lachs auflegen. Den Lachs wieder salzen und etwas pfeffern, dann die restlichen Kräuter drauf verteilen und das gemischte Gemüse auflegen. Mit etwas Kräutersalz würzen und das letzte Stück Heilbutt auflegen. Dieses wieder würzen und mit den restlichen Bärlauchblättern belegen, schön am Rand andrücken. Mit der Alufolie umwickeln und bei 200 Grad für 15 Minuten in den Ofen.

Für die Soße nehmen wir:
150g Shitake Pilze (als Alternative sind auch Steinpilze geeignet)
250g Qimiq (Rahmersatz, alternativ Sahne nehmen)
100ml Gemüsebrühe

Shitake in Butter leicht anschwitzen, mit Gemüsebrühe auffüllen, Qimik dazugeben und aufkochen lassen. Mit Salz, Pfeffer abschmecken und langsam etwas einkochen lassen.

Dazu eignen sich hervorragend grüne Bandnudeln. Zum servieren den Fisch vorsichtig aus der Folie lösen und auf warmen Tellern zusammen mit den Nudeln und der Soße anrichten. Schmeckt klasse und lässt sich superschnell zubereiten.

Der Abend war dann auch ganz nett und allen hat es geschmeckt.

Sonntag, 17. April 2005

Kulinarische Höhepunkte - Wochenrückblick

Diese Woche gab es einige Schlemmereien, ich hab' garantiert zugenommen.

Einmal ein nettes Abendessen in einem netten Italiener in Koblenz. "La Nova Rustica" Hier haben uns die hausgemachten Panzerotti mit Tomaten-Sahnesauce, Pinienkernen und Parmigiano sowie die gemischten Nudeln nach Art des Hauses begeistert. Die Sauce bei den Panzerotti war ungewöhnlich für einen Italiener gewürzt, ein leichte Hauch von Indien. Dazu gab es bei den gemischten Nudeln mit vier verschiedenen Soßen eine Curry-Sauce. Ungewöhnlich, aber sehr lecker. Sicher nicht der letzte Besuch.

Freitags ging es dann wieder nach Koblenz, in den Weihwasserkessel. Nach der Karte der älteste Weingasthof in Koblenz. Hier war leider die Küche etwas überfordert, was sich in einer nicht enden wollenden Wartezeit bemerkbar machte. Das Essen hat aber dafür vollends entschädigt. Leckerer Salat, das Fleisch auf den Punkt gebraten und dazu einen gut temperierten feinherben 2003er Riesling aus Winningen.

Am Samstag gab es dann zuhause gebratenen Fisch mit Nudeln und einem ganz leichten Bärlauch-Pesto(Vielleicht gibt es bald das Rezept dazu hier). Dazu einen milden Riesling von der Mosel. Lecker und leicht.

Heute gab es dann noch gedünstetes Gemüse (Topinambur, Möhren, Zuckererbsen, Blumenkohlröschen) mit etwas Schmand angemacht, angebratene Pellkartoffel und leckere Hähnchenschnitzel. Die Hähnchenschnitzel waren mit einer klassischen österreichischen Panade verfeinert. Hier muss die Panade beim Backen aufgehen und das Fleisch muss ordentlich dünn sein. Sonst gibts die rote Karte aus Österreich!!

So, auf in die nächste Arbeitswoche. Am Ende der Woche geht es dann nach Österreich. Ich werde berichten!

Sonntag, 10. April 2005

Leckere Sachen, aber..

Eigentlich sollte sich dieses Blog ja um all die leckeren Sachen drehen die mir so über den Weg laufen, aber was ich am Samstag im Supermarkt gesehen habe, ist einen Eintrag wert. Milchschaum aus der Sprühdose! *örg* Manche Unternehmen gruseln sich auch vor gar nix und produzieren wirklich seltsame Dinge!

Warum sollte man sich Milchschaum aus der Dose besorgen? Man stelle sich mal vor, so ein richtig tolle Espresso und dann die Frage:"Magst du noch etwas Milchschaum dazu?". Also mir würde dabei die Tasse aus der Hand fallen.

Milchschaum gibts bei uns nur direkt aus der Espressomaschine, in der richtigen Temperatur und soviel bis die Milch alle ist und nicht die Dose leer!

Sascha