Mittwoch, 18. Juni 2008

Brot mit Vollkornanteil frei nach "Artisan Bread in 5 Minutes a Day"



Relativ oft passiert es mir, dass ich je nach Verfügbarkeit von Zutaten ein Rezept frei Schnauze abwandle. So auch diesmal. Das Grundrezept für Artisan Bread in 5 Minutes musste dran glauben und wurde mit einer halben Cup Roggenmehl und einer Cup Vollkornmehl verändert. Die Cup-Maße hatte ich mir auch in den USA besorgt um mich nicht mit krummen Grammangaben immer rumschlagen zu müssen. Die restlichen Zutaten habe ich gleich gelassen und bin auch mit der Wassermenge gut ausgekommen.

Das Ergebnis, gebacken nach der Methode "Dutch Oven" im Topf, war sehr locker, tolle Kruste und einwandfrei im Geschmack. Ich habe aus dem Teig nicht nur ein Brot, sondern auch ein paar Brotstangen (sehr dünn, sehr knusprig) gebacken, die wir dann beim Spiel "Deutschland-Österreich" gemeinsam geknabbert haben. Der Rest des Teiges kommt heute abend auf den Grill. Ich werde einen dünnen Fladen machen den ich auf einem Pizzablech im Kugelgrill backen werde. Hoffentlich gibt das was.

Eigentlich ist Brot backen ja eine Angelegenheit bei der man sich genau an die Maße und an die Zutaten halten sollte. Bei mir klappen solche Experimente aber ein Glück relativ häufig. Selten dass ich etwas wegwerfen muss. Also nur Mut zum Ausprobieren. Muss man ja nicht gerade dann machen wenn man eh keine Zeit hat und Gäste kommen.

Sonntag, 8. Juni 2008

EM und auf der A3

Es ist EM, Deutschland spielt gleich und die A3 ist wie leergefegt.

Mittwoch, 4. Juni 2008

Rezeptsoftware Organized Gourmet 3.0 für Leopard

Heute habe ich bei Macnews.de einen Blogeintrag zu einer neuen Version einer Rezeptsoftware für den Mac gelesen: Rezepte sammeln mit Organized Gourmet 3.0 für Leopard

Mich wundert immer warum Leute eine solche Software einsetzen und ob das dann praktisch ist. So richtig habe ich für mich den Nutzen noch nicht gefunden. Einen Einkaufszettel aus der Software generieren halte ich für unpraktisch.

Meine Rezepte, wie auch alle sonstigen Schnipsel aus dem Internet, verwalte ich mit der Software Devon Think

Eine feine Lösung mit Volltextsuche und automatischer Einordnung/Klassifizierung der Dokumente auf KI-Technologie basierend.

Ofen im Sommer


Seid wir uns nach einem neuen Domizil umgesehen haben, interessieren
wir uns schon für einen Kaminofen. Einerseits natürlich um damit im
Winter zusätzlich heizen zu können und eine gemütliche Wärme zu
erzeugen, andererseits aber auch um damit evtl. auch backen zu können.
Kaminöfen mit Backfach gibt es ja nun einige im Angebot. Welcher aber
eignet sich um damit wirklich Brot backen zu können? Welcher Ofen
erreicht in diesem Fach auch die entsprechende Temperatur?

Einige erreichen diese Temperatur auf jedenfall nicht. Die Öfen deren
Warmhaltefach mit einer Tür nachzurüsten ist, machen genau das, sie
halten etwas hinter ihrer Tür warm. Das reicht dann um langsam einen
Bratapfel zu garen oder andere Dinge zu wärmen. Brot benötigt andere
Vorraussetzungen um richtig gebacken zu werden. Leider schied unser
Favorit "Tulikivi" wegen der nicht belastbaren Decke im Fachwerkhaus
recht schnell aus. So ein richtiger Specksteinofen wiegt nunmal
wesentlich mehr wie eine Tonne und da muss die Statik stimmen. Nach
einigen Terminen bei verschiedenen Ofenbauern und umfangreicher
Recherche im Internet hatten wir uns für den Kaminofen Pallas Back von
Austroflamm entschieden. Der ist gewichtsmäßig in Ordnung und hat
optional die Möglichkeit noch einige Wärmespeicherplatten zusätzlich
aufzulegen. Das hält die Wärme dann länger und sorgt für Wärme auch
noch am nächsten Morgen. Eine Besonderheit neben dem schön breiten
Backfach sind die beiden Kochplatten auf dem Ofen. Da kann dann im
Winter auch mal eine Kanne mit Wasser für den Tee drauf. Vielseitig
aber dennoch von der Optik kein Küchenherd.

Da wir auch noch einen neuen Edelstahlschornstein an der Aussenwand
benötigten, war ein Vorab-Termin mit dem Schornsteinfeger
obligatorisch und wie sich später zeigte auch sehr wichtig. Nur so
bekommt man alle Anforderungen der Brandsicherheitsbestimmungen und
die spätere Abnahme durch den Schornsteinfegermeister gesichert und
auch den ein oder anderen Tipp für den Ofen. Empfehlenswert scheint es
mir auch einen kompetenten Ofenbauer vor Ort auszusuchen und sich dort
beraten zu lassen. Leider war unsere Erfahrung dass die Qualität der
Beratung sehr unterschiedlich ist. Wir haben uns dann nach einigen Aha-
Erlebnissen für den Ofenbauer Sinning in Elz entschieden.
Der erste positive Eindruck hat sich hier nicht als Trugschluss
erwiesen und die Ausführung lief dann auch perfekt. Ideal war auch die
Tatsache, dass sich Ofenbauer und Schornsteinfeger bereits vorab
abgesprochen haben und so der Einbau sehr stressfrei von sich ging.
Den Termin für die Installation auf den Sommer zu legen wo die
Ofenbauer nicht ausgelastet sind war auch ein Vorteil. Da durften wir
uns dann für die Montage problemlos einen Termin nach unseren Wünschen
aussuchen. Jetzt steht er da und wartet auf die Endabnahme durch den
Schornsteinfeger. Ich bin gespannt wie die ersten Backversuche ausgehen.

Montag, 2. Juni 2008

Schnelles Brot


Es gibt einige Quellen im Internet die sich rund um das schnelle
Backen von gutem Brot drehen. Ich meine jetzt nicht diese seltsamen
Versuche mit Backpulver oder Bier, sondern richtige Brote aus den
normalen Zutaten Wasser, Hefe, Salz und Mehl. Qualitativ vergleichbar
mit Brot von einem guten Bäcker. Da ich schon mehrmals danach gefragt
worden bin, hier mal die beiden bei mir beliebtesten Rezepte.

Eines davon habe ich schon erwähnt Blogeintrag Nachwirkungen und auch
schon öfter nachgebacken. Dazu gibt es ein Video hier: Video bei Startribune
und das Rezept mit Erfahrungsbericht in diesem Blog: RezkonvSuite. Eine
andere Variante backe ich auch ab und an. Diese nennt sich "No-Knead-Bread"
und kommt, wie kann es anders sein, ebenfalls aus den
USA. Das Originalrezept gibt es bei der NY-Times und die deutsche Adaption gibt es
unter anderem hier: foolforfood.de

Wenn man sich beide Rezepte einmal genau anschaut unterscheiden diese
sich nicht wesentlich und basieren auf dem gleichen Prinzip, der
Autolyse. Das klappt einfach perfekt und wahrscheinlich besser als
manch ein Bäcker je gedacht hat, wenn er überhaupt auf den abstrusen
Gedanken kam den Teigansatz nicht mehr zu kneten und gleich kühl zu
stellen.

Am Anfang tut man sich es allerdings als Anfänger mit dem doch sehr
klebrigen Teig sehr schwer. Dazu sind aber die Tips unter Artisan
Bread in 5 Minutes gut zu gebrauchen. Immer wenn möglich eine
Teigspachtel verwenden (ich habe auch große Spachteln aus dem
Baumarkt, die klappen perfekt) und den Teig vor dem entnehmen aus der
Schüssel etwas bemehlen. Dann geht es gut.

Jede Variante der Teige oben ist auch ein Versuch wert. Das Foto zeigt
eine Variante des No-Knead-Brots als Baguette mit Kürbiskerngehacktem
bestreut. Viel Spass beim ausprobieren!