Samstag, 14. Mai 2005

Supermärkte - Deppekoche

Eigentlich sind große Supermärkte ja was feines. Ich spreche hier nicht von den Discountern, sondern von den richtig großen Läden in denen man alle möglichen Sachen bekommt. Man kann stundenlang interessiert die Regale absuchen und entdeckt doch immer wieder das ein oder andere neue Produkt. Manches gruslige (siehe den Milchschaum aus der Dose weiter unten) ist natürlich auch dabei.

Heute habe ich auch wieder so ein Ding entdeckt. Als alter Rheinland-Pfälzer liebe ich natürlich Kartoffelprodukte, besonders den klassischen Deppekoche über alles. Richtig erschrocken war ich dann eine dieser Teigschüttelflaschen (gibts ja unter anderem für Pfannkuchenteig und Muffins) für Kartoffelpuffer zu sehen. Wasser und Öl zugeben und eine Minute schütteln, danach mit etwas Öl ausbacken. *kotz* Sorry! Es überkam mich!

Vielleicht bekehre ich ja mit meinem Rezept für hausgemachten Deppekoche ein paar Leute. Bisher hat keiner dem ich das Rezept vorgekocht hab' den Teller nicht leer gegessen und enttäuscht geschaut, dass nicht mehr da ist. Deshalb: Immer eine genügend große Menge machen!

Was brauchen wir?

1 Kg Kartoffeln, mehlige sind am besten, das gibt einen schönen Teig.
2 Zwiebeln
2 Eier
Salz, Muskat (frisch gerieben), ein paar Spritzer Maggiwürze, Speck, etwas Öl

Utensilien: Ein Aluguß-Bräter, eine Kartoffelreibe von eurer Großmutter, scharfes Messer und einen guten Backofen ;-)

Die Zubereitung ist ganz simpel. Die geschälten und gewaschenen Kartoffeln werden auf der Reibe gerieben. Halt! Hier liegt das Geheimnis! Reibe ist nicht gleich Reibe! Das beste Ergebnis erziehlt man mit einer dieser alten Drahtreiben, wo einfach ein paar gewellte Drähte horizontal und vertikal übereinander gespannt sind. Sowas bekommt man nur noch sehr selten im Supermarkt. Eine zu feine Reibe eignet sich nicht, genausowenig eine zu grobe Reibe. Wichtig ist hier die Mischung zwischen grob und fein geriebenen Kartoffeln. Mit einer Küchenmaschine habe ich auch schon gute Resultate erzielt wenn man die geriebenen Kartoffeln einfach zum Teil nochmal durchlaufen läßt. Da kann man dann auch gleich die Zwiebeln mit durchreiben. Probieren!
Dann gibt man die Eier zu, schmeckt das ganze mit den Gewürzen ab und brät vorsichtshalber mal einen Löffel extra in der Pfanne aus um den Teig zu probieren. Er sollte dann etwas zu salzig schmecken, dann hat er die richtige Würze im im großen Topf gebacken zu werden.
Den Backofen auf 250 Grad vorheizen und die Masse in den geölten Bräter füllen und eine Stunde backen lassen. Nach 30 Minuten ein paar kleine Stücke Speck oben auflegen und erst rausholen wenn sich oben drauf eine richtige feste Kruste gebildet hat, die am Rand höher ist.

Guten Hunger und nicht den leckeren, knusprigen Rand vom Teller klauen lassen! Alles schon passiert!

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